Rekorde, tolle Stimmung, große Emotionen

Jedes Jahr im Juni verwandelt sich das Betriebsgelände der Biologische Heilmittel Heel GmbH in ein riesiges Lauf-Stadion. Wo sonst Arzneimittel wie das bekannte Traumeel produziert werden, treffen sich Mitarbeiter und Sportler aus der Region zum Heel-Lauf.

Der Heel-Lauf am 22. Juni 2018 war ein großartiges Sportfest, mit einem fantastischen neuen Teilnehmerrekord, sportlichen Höchstleistungen, einer wunderbaren Stimmung und großen Emotionen. 1.500 Läuferinnen und Läufer aller Altersgruppen beteiligten sich am Heel-Lauf und verwandelten das Betriebsgelände von Heel in ein riesiges Sportstadion. Damit war der bisherige Rekord mit 1.200 Teilnehmern vom Vorjahr nicht nur aufgehoben, sondern geradezu pulverisiert.

1.500 Menschen versammelten sich am Freitagabend um 18 Uhr hinter der Ziellinie, und von einer leicht erhöhten Position heraus bot sich ein beeindruckendes Bild: ein riesengroßes Sportlermeer.
1.500 Menschen versammelten sich am Freitagabend um 18 Uhr hinter der Ziellinie, und von einer leicht erhöhten Position heraus bot sich ein beeindruckendes Bild: ein riesengroßes Sportlermeer.

Das Unternehmen prägt den Lauf – das ist außergewöhnlich. Man spürt förmlich, dass das Unternehmen den Lauf selbst organisiert, was ihn deutlich von anderen Firmenläufen abhebt.

verriet Moderator Pierre Ayadi, Bundesnachwuchstrainer beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) .

An die Einteilung des Rennens und die angepeilte Zeit dachte sicherlich die erste Reihe, die sich vor der Startlinie versammelte. Dort standen gleich mehrere ehemalige Siegerinnen und Sieger des Heel-Laufs. Die äußeren Bedingungen waren geradezu ideal, und dementsprechend ambitioniert waren auch die sportlichen Ziele der Top-Läufer.

Drei, zwei, eins, Start – der riesige Strom an Sportlern setzte sich in Bewegung. Und während die Schnellsten schon längst das Heel-Betriebsgelände in Richtung Naturschutzgebiet Sandweier verlassen hatten, passierten immer noch zahlreiche Läufer und Walker die mit einer elektronischen Zeitmessung versehene Startlinie.

Auch die Heel-Mitarbeiter waren mit 90 Läufern und Walkern zahlreich am Lauf vertreten. Spezielle Aktionstage und Lauftrainings einige Wochen vor dem Heel-Lauf und ganzjährige Sportkurse sorgen dafür, dass die Mitarbeiter fit für die verschiedenen Distanzen sind.

Mehrere Minuten dauerte der Start zum Hauptlauf – und kaum waren alle auf der Strecke, ertönte ein weiterer Startschuss, dieses Mal für 170 Sportler, die sich auf die 2,5-Kilometer-Distanz machten. Sie bildeten den Abschluss, während knapp zwei Stunden zuvor die Jüngsten den Anfang gemacht haben.

Denn traditionell beginnt das große Event Heel-Lauf mit zwei Läufen über 500 und 1.000 Metern für Schülerinnen und Schüler. 130 Nachwuchssportler im Alter zwischen sieben und 13 Jahren waren mit großem Enthusiasmus dabei und sicherten sich eine an alle Teilnehmer verliehene Medaille.

Doch zurück zum Hauptlauf. „Das könnte ein neuer Streckenrekord werden“, orakelte Ayadi bei der übermittelten Zwischenzeit an der Fünf-Kilometer-Marke.

Und er sollte Recht behalten: Christophe Krech vom TV Schriesheim spurtete nach genau 33 Minuten und 16 Sekunden über das Ziel – so schnell hatte in der 14-jährigen Geschichte des Heel-Laufs noch keiner die zehn Kilometer gelaufen. Krech, Sieger des Jahres 2015, distanzierte die Konkurrenz um nahezu zwei Minuten: Martin Haubold (Spiridon Frankfurt) sicherte sich im Zielsprint den zweiten Platz vor Sebastian Schlott, der ebenfalls schon zu den Siegern des Heel-Laufs gehörte. Eng ging es auch bei den Damen zu: Mit 39,54 Minuten war Siegern Annika Leineweber (TSV Amicitia Viernheim) gerade einmal fünf Sekunden schneller als Sylvia Schmieder (LAG obere Murg). Dritte wurde Sandra Kist-Boschetti vom TV Bühlertal.

Mit Zieleinlauf dann wie immer große Emotionen zum Ende des Heel-Laufs und die Gewissheit: Laufen verbindet.